Uns ist es wichtig, euch über die Herkunft des Goldes aufzuklären, das für die Herstellung von unseren Trauringen verwendet wird. Im Folgenden möchten wir euch den Unterschied zwischen Trauringen aus Fair-Trade-Gold und Trauringen aus wiederaufbereitetem Gold (Recycling Gold) aufzeigen?

„Joovels, jetzt mal Butter bei die Fische. Woher stammt das Gold aus dem ihr eure Ringe fertigt?“

In Zeiten von Klimawandel, der Debatte um internationale Sozialstandards und Nachhaltigkeit, ist es uns enorm wichtig euch über die Herkunft des Goldes, das für die Herstellung unserer Ringe verwendet wird, aufzuklären. Und gleich vorab: Bei Joovels bieten wir ausschließlich nachhaltig hergestellte Trauringe und Verlobungsringe an. Alle unsere Ateliers verwenden für die Herstellung hochwertiges wiederaufgearbeitetes Feingold (Recycling Gold oder Urban Mining). Sie können benennen aus welcher Scheideanstalt dieses kommt und das die Edelmetalle dort unter den strengen Auflagen der deutschen Umweltgesetze gewonnen werden. Zusätzlich überprüfen Kontrollinstanzen wie das Responsible Jewellery Council (RJC) diese Bedingungen. Alle unsere Trauringhersteller sind durch das RJC zertifiziert.

„Sehr gut, verstanden. Ihr verwendet also streng kontrolliertes, wiederaufgearbeitetes Feingold aus Recyclingbeständen. Aber was ist dann bitte Fair-Trade-Gold?“

Eine Alternative zu recyceltem Gold bietet ökologisch geschürftes Gold, das mit einem Fair-Trade-Siegel ausgezeichnet ist, also Fair-Trade-Gold. Fair-Trade-Standards beinhalten unter anderem Vorgaben wie Mindestlöhne, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, keine Kinderarbeit. Aber der Rohstoff Gold wird neu gewonnen und in Bergbauminen zutage gefördert, was die Umwelt erheblich schädigt. Regenwälder werden abgeholzt, um an die Bodenschätze zu gelangen, Land wird verbraucht und um das Gold aus dem Gestein zu lösen müssen hochgiftige Zyanide eingesetzt werden, die völlig unzureichend entsorgt werden. Auch der Wasserverbrauch ist immens.

Im Vergleich zum Goldabbau (auch nach Fair-Trade-Gesichtspunkten) weist Recycling eine deutlich bessere Umweltbilanz auf, das hat eine Studie des Instituts für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim nun festgestellt. Der Klimafußabdruck von recyceltem Gold aus beispielweise aus Schmuck liegt bei etwa 19 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Gold. Er rangiert damit deutlich unter dem Wert von ca. 16 Tonnen CO2 für die Primärgewinnung aus gut geführten, regulären Bergbauminen. Dabei bestehen keinerlei Qualitätsunterschiede zwischen Minengold aus Fair Trade und recyceltem Gold.

Fazit: Recycletes Gold ist ökologischer

Die Gewinnung von Edelmetallen aus Sekundärmaterial ist der nachhaltigste und ökologischste Weg zur Ressourcenschonung, um Gold im Kreislauf wieder nutzbar zu machen. In Deutschland ist genügend Gold vorhanden, das entsprechend aufbereitet werden kann, so dass es nicht notwendig ist, Minengold neu zu gewinnen. Deshalb verwenden unsere Trauringhersteller hochwertig wiederaufgearbeitetes Feingold, damit ihr besten Gewissens, das Gold an der Hand habt, das so unvergänglich wie eure Liebe zueinander ist.
 

Fair Trade ist nicht gleich Fairtrade
Der getrennt geschriebene Begriff „Fair Trade“ bezeichnet allgemein Produkte aus fairem Handel. Diese können verschiedene Fair-Trade-Zertifikate tragen, wie Gepa fair+ oder Naturland fair. „Fairtrade“ ohne Leerzeichen hingegen ist ein geschützer Begriff der Fairtrade Labelling Organisation (FLO). Das Siegel kennzeichnet Produkte, die von der FLO festgelegten Kriterien des gerechten Handels entsprechen.